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Hans Frick
BREVIER DER TAKTIK

Herausgegeben von Jean-Jacques Langendorf
110 Seiten, gebunden
ISBN 3 85418 093 4
EUR 15,80 / CHF 27,80

Das Brevier der Taktik erschien 1943 in erster Auflage. Eine französische und spanische Übersetzung folgte, von den Amerikanern, die das Buch eifrig studierten, wurden ebenfalls die Rechte erworben, das Buch aber dann interessanterweise dort nicht publiziert. Auf Grund seiner klaren Gedankenführung und seiner an den Klassikern geschulten Sprache wurde das Buch rasch ein Klassiker seines Genres: ein Kritiker meint zudem, das Buch wäre auch ein Brevier der Lebensführung. Frick beschreibt die unveränderlichen Prinzipien des Krieges, die auch durch die zwischenzeitliche Entwicklung der bewaffneten Konflikte nicht überholt wurde: ein Hinweis dafür ist der Umstand, daß er von jüngeren Militärhistorikern zunehmend zitiert wird.
In der Einleitung benutzt der Herausgeber die bislang unveröffentlichten Memoiren Fricks und gibt interessante Schlaglichter zu seiner kritischen Position zur schweizerischen militärischen und politischen Führung während des Krieges, insbesondere auch zum damaligen General Guisan, Oberbefehlhaber der schweizerischen Armee im Zweiten Weltkrieg.

Hans Frick (1888-1975) stammt aus einer alten Zürcher Familie. Er studierte Geschichte in Zürich und München, wurde zum Doktor phil. promoviert, entschied sich aber dann für die militärische Laufbahn. 1941 wurde er Kommandeur der 7. Division, 1944 Ausbildungschef. Mit der gleichzeitigen Beförderung zum Korpskommandanten erreichte er den höchsten militärischen "Friedensgrad". Im 2. Weltkrieg war er Verfechter des totalen Widerstandes gegen die Bedrohung durch die Achsenmächte. Berühmt wurde seine Rundfunkrede über den "Geist von St. Jakob". Er war Lehrer der höheren Taktik und Strategie und Kenner der Militärgeschichte, zu der er ebenso publizierte wie in Zeitungen zu politischen Fragen. Als hochintelligenter und stolzer Querdenker war er geliebt und gefürchtet.