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Andreas
Geyer FRIEDRICH GEORG JÜNGER
Werk und Leben
320 Seiten, Br.
Zahlreiche Abbildungen
ISBN 978 3 85418 121 7
EUR 26,-- / CHF 45,--
Den größten Teil seines Lebens stand
der Schriftsteller Friedrich Georg Jünger (1898-1977) im Schatten seines älteren Bruders Ernst. In
den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg schien Friedrich Georg Jünger zunächst auf dem besten Weg zu
sein, in die erste Garnitur der deutschen Intellektuellen aufzurücken.
Die diversen Rollen, in denen Friedrich Georg Jünger im Laufe seines Lebens aufgetreten ist, sind
in ihrer Heterogenität und Widersprüchlichkeit mehr als irritierend: Jünger begegnet uns in den
Zwanziger Jahren als radikaler Nationalist - und später als entschiedener und couragierter Gegner
des nationalsozialistischen Regimes. Wir sehen ihn als Verherrlicher des Fronterlebnisses im Ersten
Weltkrieg - und später als weisen Werber für ein ökologisches Weltverständnis. Jünger präsentiert
sich als intoleranter Verfechter eines germanozentrischen Imperiums - und später als subtiler und
verständnisvoller Interpret antiker Mythen, entlegener Literaturen und fremder Weltkonstruktionen.
Er zeigt sich als ebenso energischer wie pessimistischer Kritiker von Technik, Wissenschaft und
Fortschritt, propagiert ein zyklisches Weltbild der ewigen Wiederkehr - und verkörpert zugleich in
seiner Person die Lebenshaltung einer apollinischen Heiterkeit und ionysischen Festlichkeit.
Die erste Monographie zu Friedrich Georg Jünger, die hier vorgelegt wird, versucht in das
facettenreiche Werk dieses schillernden Autors einzuführen und dessen Entwicklung vor dem
Hintergrund seiner Zeit nachzuzeichnen.
Dr. Andreas Geyer,
geb. 1966, nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Psychologie zunächst Autor, Regisseur
und Moderator, nunmehr Abteilungsleiter im Bayerischen Rundfunk. Er ist auch mit einer Reihe von
Publikationen über Alfred Kubin hervorgetreten (z.B. "Alfred Kubin und der Tod",
Karolinger).
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