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Lorenz Jäger DAS
HAKENKREUZ
Zeichen im Weltbürgerkrieg
Eine Kulturgeschichte
240 Seiten, zahlreiche z. T. farbige Abbildungen
Leinen mit Schutzumschlag
ISBN 3 85418 119 1
EUR 27,-- / CHF 44,50
Zum Autor:
Dr. Lorenz Jäger, geboren 1951, ist Soziologe und Germanist. Er unterrichtete in Japan und in den
Vereinigten Staaten, zuletzt als Fellow am Humanities Department der Universität Stanford. Er ist
Redakteur im Feuilleton der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". 2003 erschien sein Buch "Adorno.
Eine politische Biographie".
Zum Buch:
Das Symbol des Nationalsozialismus hat in der deutschen Sachliteratur seit Jahrzehnten keine bild-
und ideengeschichtliche Darstellung mehr gefunden. Dabei ist es eines der erfolgreichsten
graphischen Logos überhaupt. Es verbindet zwei elementare Formen, das Kreuz und den Kreis, und war
deshalb vielen Kulturen Europas und Asiens zugänglich. Lange lag es im heraldischen Dämmer, bis es
Heinrich Schliemann in Troja wiederfand. Nun begann seine schnelle Karriere: Politisiert wurde es
in völkischen Kreisen um 1900, unpolitisch fand es Eingang in die Werbung, als Glückzeichen der
letzten Zarin; es bewaffnete sich in den gegenrevolutionären Freikorps nach dem ersten Weltkrieg
und in den mongolischen Kämpfen des Barons Ungern-Sternberg, bis es vom Nationalsozialismus in der
schwarz-weiß-roten Fahne des Deutschen Reichs zum Symbol einer rassistischen Staatsauffassung
gemacht wurde. Es war das neuheidnische Gegenkreuz zum christlichen, es konnte Zeichen der Künstler
sein und provokative "Blume des Bösen" - von Stefan George bis zu Vivienne Westwood und den "Sex
Pistols", von Rainer Maria Rilke über H.P. Lovecraft und die amerikanischen "Hell's Angels"; bis zu
Bildern von Sigmar Polke und Martin Kippenberger reicht seine Wirkungsgeschichte.
Keine volkskundliche oder archäologische Abhandlung ist beabsichtigt, auch keine Theorie des
Faschismus. Das Zeichen selbst wird beobachtet, wie es seit dem Ende des neunzehnten Jahrhunderts
in der Situation innerer und äußerer Konflikte suggestive Kraft, Bedeutung und schließlich Macht
gewinnt.
"Nur aus der agonalen Situation des
Weltbürgerkriegs, in dem innerstaatlich-soziale, zwischenstaatlich-imperialistische und ethnische
Konflikte sich bis zur Ununterscheidbarkeit überlagerten, verstehen wir die Geschichte des
Hakenkreuzes."
Lorenz Jäger
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