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Rein A. Zondergeld (Hg.)
Schattenspiel
Phantastische Erzählungen aus dem Dritten Reich
Eine Anthologie

Aus dem Französischen von Dirk Forster
328 Seiten, Klappenbroschur
ISBN 978 3 85418 129 3
EUR 23,–/CHF 40,–

Zum Buch:
Liest man die übliche Sekundärliteratur zum Genre der phantastischen Literatur, müßte man zur Einsicht gelangen, es habe diese zwar seit dem Schauerroman (Ende des 18.?Jahrhunderts) in Deutschland gegeben, aber zwischen 1933 und 1945 sei damit Schluß gewesen. Dem ist nicht so. Vielmehr wird im Dritten Reich die reiche Tradition deutscher Phantastik weitergeführt, wobei manche nur vereinzelte Beiträge lieferten, andere dagegen, wie ­Luserke oder Lernet-Holenia, dem Genre immer wieder huldigten. Es existiert eine breite Vielfalt von Themen und dies ungeachtet der unterschiedlichen ideologischen, oft kritischen Position von Autoren, wie Ernst Jünger, Horst Lange, Otto von Taube, Werner Bergengruen, Ludwig Tügel, Martin Kessel, Martin Luserke, Georg Britting, Paula Grogger, Alexander Lernet-Holenia und vieler anderer. Der bekannte Spezialist Zondergeld untersucht in seinem Nachwort die Entwicklung der Literaturform in dieser Zeit: den Kern unserer Ausgabe bilden die ­Erzählungen selbst.

Zum Herausgeber:
Drs. Rein A. Zondergeld, geboren 1943 in Enkhuizen, Niederlande. Studium der Germanistik, Anglistik, Komparatistik und Theaterwissenschaft in Groningen und München. Zwischen 1969 und 2008 Lektor für niederländische Sprache und Literatur und Afrikaans an der ­Georg-August-Universität Göttingen. Zur Zeit dort weiterhin Lehraufträge.
Publikationen zur phantastischen Literatur und Kunst, zu Film und Musik. Darunter: als Herausgeber: „Phaïcon. Almanach der phantastischen Literatur“ (1974–1982), als Autor: „Lexikon der phantastischen Literatur“ (1983), 2. Auflage, zusammen mit Holger E. Wiedenstried: 1998, als Herausgeber: „Fieberreigen. Phantastische Erzählungen aus den Niederlanden“ (2006), als Autor: „Alain Delon“ (1984, 1994, 6.? Auflage), „Zwischen Harmlosigkeit und Heroik. Musik im Dritten Reich“ (in: „Klassik Heute“, Juli/August 1999)