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Karolinger
Verlag
1980 wurde der Verlag L'Age d'Homme -
Karolinger in Wien gegründet. Die finanzielle Kooperation mit dem größten frankophonen Verlag der
Schweiz, L'Age d'Homme, wurde später gelöst. Seither heißt der Verlag Karolinger. Sein Name steht
für die europäische Spannweite des verlegerischen Vorhabens seiner Gründer, die aus Österreich, der
französischen Schweiz und Deutschland stammen: allesamt Individualisten mit ausgeprägten
persönlichen Neigungen und Interessen, die sie in den Verlag einbrachten.
Das Programm ist schwer eingrenzbar,
es ist durch das weitgespannte Interesse der Verleger bestimmt. Ein Schwerpunkt des Verlages ist
beispielsweise der kolumbianische Philosoph Nicolás Goméz Davilá, der von hier aus einem
europäischen Publikum bekannt gemacht wird. Geschichte, Politik und Metapolitik sind weitere
Schwerpunkte des Verlagsprogramms.
Darüberhinaus fühlt man sich der
europäischen Literatur verpflichtet und drückt das durch die Reihe ROMANICA aus, in der bedeutende
Titel der französischen Literatur, beispielsweise von Louis-Ferdinand Céline und Jules Renard, dem
deutschen Publikum zugänglich gemacht werden. Die Reihe DER OSTEN hingegen pflegt Autoren aus dem
europäischen und außereuropäischen Osten.
In der Reihe "Die Bibliothek von
R***" wurden geistesgeschichtlich relevante Werke wieder verfügbar gemacht: entlegene Texte, die
für die deutsche und europäische Geistesgeschichte wirkungsmächtig geworden sind. Die Bandbreite
spannt sich von später Mystik über militärische Geistesgeschichte bis zur Hausväterliteratur des
18. Jahrhunderts.
In der Reihe "Bibliothek der
Reaction" wurden Quellentexte mit dem Schwerpunkt der europäischen Restauration zwischen 1795 und
1850 verlegt. Die wichtigen Texte von Donoso Cortés, Metternich und de Maistre mögen als Beispiel
dienen, aber auch ein Späterer, wie der anarchistische Léon Bloy wurde berücksichtigt.
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