karolinger.at

Wilhelm Brauneder
Geschichte der österreichischen Staaten
Ein Grundriß

204 Seiten, broschiert
ISBN 978 3 85418 192 7
24 Euro

Die großen Monarchien seien alle durch den Zusammenschluß von Staaten entstanden, hieß es schon um 1820. In diesem Sinne erzählt das Buch wie aus den einzelnen Ländern, in der Sprache der Neuzeit als "Staaten" verstanden, die "österreichische", d. h. habsburgische Monarchie allmählich entstand. Zeitweise gab es deren drei mit eigener Staatlichkeit, sichtbar in eigenen Residenzen: Die "Niederösterreichische" mit Wien bzw. Prag, die "Innerösterreichische" mit Graz und Tirol-Vorderösterreich mit Innsbruck. Gegen 1800 wurde "die Monarchie" neben den Ländern ebenfalls als "Staat" verstanden, schließlich ab 1848 diese allein, die Länder hingegen als "Kommunalverband höchster Ordnung". Die Entwicklung verlief keineswegs geradlinig zufolge unterschiedlicher Gruppierungen: Länder innerhalb und außerhalb des Römisch-Deutschen Reiches bzw. Deutschen Bundes, die übrigen nicht ungarischen Länder, die ungarischen Länder, die italienischen Provinzen. In der Geburtsstunde der Republik Deutschösterreich 1918 spielten die Länder dann eine entscheidende Rolle.

Dr. iur. Wilhelm Brauneder, Jahrgang 1943, war ab 1980 ord. Professor für Rechts- und Verwaltungsgeschichte an der Universität Wien. Gastprofessuren in Paris, Lawrence (USA) und Budapest, 1996-1999 Vizepräsident des österreichischen Parlaments.