karolinger.at

Jean Raspail
Die Axt aus der Steppe
Reisen auf verwehten Spuren

Der Autor hat unserer Ausgabe ein Vorwort beigegeben.

Mit Kartenbeilagen
ca. 280 Seiten, gebunden
ISBN 978 3 85418 186 6
24 Euro

Von den letzten Ainu, den Ureinwohnern Japans, über dessen Katakomben-Katholiken, die aus Jahrhunderten erbarmungsloser Verfolgung mit fast unkenntlichem Ritus, aber ungebrochen glaubensfest wieder auftauchten, bis zum Letzten der Samurai, die einst unerbittliche Feinde beider gewesen waren; von der Halbgötter-Dämmerung der Uru in den Anden, die von den umgebenden Völkern abwechselnd angebetet und abgeschlachtet wurden, bis zu den letzten Alakaluf-Seenomaden in den eisigen Stürmen der Magellanstraße; von versprengten Husaren aus Napoleons Grande Armée im Jahre 1812, über französischen Freiwillige, die tief in den russischen Wäldern auf deren Nachfahren treffen und im 2. Weltkrieg den selben Kreuzweg gehen, bis zu deren knorrigem Veteranen, einem unbeugsam-antikonziliären Landpfarrer; von den überlebenden Ureinwohnern der Karibik und dem langen Todeskampf der Westgoten bis zu den letzten Nachfahren Attilas auf den Katalaunischen Feldern in der Champagne.

Jean Raspail folgt auf seinen Reisen quer durch drei Kontinente den Fährten der jeweils Letzten ihrer Art und "durchlebt dabei erneut den nomadischen Teil seines Daseins" - mit dem ihm ganz eigenen Vierklang aus "Stolz, Ironie, Zärtlichkeit und Melancholie": Das vielfach preisgekrönte, in zahlreiche Sprachen übersetzte und millionenfach verkaufte Gesamtwerk Raspails ist überzeitlich und dabei stets in Opposition zum Zeitgeist - wie sein Welterfolg Das Heerlager der Heiligen. Unmittelbar darauf und nun erstmals auf Deutsch erschienen, ist Die Axt aus der Steppe Ursprung und Schlussfolgerung des Heerlagers, so auch Jean Raspail, dessen ganzes Universum sich hier verdichtet findet: Untergehende Minderheiten, kostbare Lebensweisen, die erlöschen, mit unserem nun seinerseits bedrohten alten Europa am Ende des Kondukts.

"Ich sehne von ganzem Herzen eine Vervielfachung der Grenzen ad infinitum herbei, in deren Schutz die so kostbaren Unterschiede aufhören könnten, zu schwinden und sich bis zu einer neuen Blüte sogar eifrig weiter entwickeln würden."